Archiv

 

Kurzfassung:

Privatisierung in Österreich

Heinz Schäffer
Jahrbuch 1988
Themen: 01. Österreichisches Politisches System | 09. Wirtschaft

Privatisierung und Abbau staatlicher Aufgaben sind nicht nur Schlagworte der neo-konseruativen Reagan-Thatcher-„Revolution“. Privatisierungsanläufe hat es in Osterreich im 19, 19. und 20. Jahrhundert gegeben. Nicht unter den Begriff der Privatisierung im engeren Sinn fällt die bloße Ausgliederung von Betriebszweigen der öffentlichen Verwaltung, für die es gute Gründe geben mag (Lösung aus den Fesseln des staatlichen Budgets; Management). Echte Privatisierung bedeutet Abstoßen von Staatseigentum oder Staatsanteilen. Die jüngsten Privatisierungsaktionen in Österreich erfolgten aus ideologischen und pragmatischen Gründen. Die bisher gefundenen Lösungen sind Kompromisse insofern, als es bisher nahezu nur Teilprivatisierungen gab, die dem Staat einen beherrschenden Einfluß (51 %, „harten Kern“ des Unternehmens) beließen. Die Privatisierungen waren politisch akkordiert, aber in ihrer Abwicklung rechtlich kaum gesteuert bzw. transparent. Positive Effekte waren eine Budgetentlastung, eine Kapitalzufuhr für die Unternehmen und ein neues Interesse des Publikums am Kapitalmarkt.;


Beitrag downloaden





© Politische Akademie der ÖVP