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Kurzfassung:

Die wirtschaftliche Bedeutung der Transformation in Osteuropa für Österreich

Jan Stankovsky
Jahrbuch 1991
Thema: 09. Wirtschaft

Die letzten zwei Jahre brachten tiefgreifende Veränderungen in Osteuropa und der Sowjetunion. Der Ost-West-Gegensatz, der mehr als 40 Jahre lang die politische und wirtschaftliche Entwicklung der Welt bestimmt hat, fand formal mit der Unterzeichnung des KSZE-Abkommens in Paris im November 1990, faktisch mit dem mißglückten Putschversuch in der UdSSR im August 1991 ein Ende. Der Aufbruch im Osten hat die Stellung Österreichs grundlegend verändert: Aus einer geographischen Randlage rückt Österreich in die Mitte eines im Entstehen begriffenen Wirtschaftsraumes. Die Standortqualität Österreichs wurde maßgeblich verbessert: Dies gilt vor allem in bezug auf die Lage Österreichs als Produktionsstandort, als Handelszentrum, als regionales Finanzzentrum sowie als Zentrum für kommerzielle Dienstleistungen. Auf dieser Grundlage könnte sich Österreich zu einer führenden Kraft einer wirtschaftlichen Region in Mitteleuropa entwickeln, deren Grenzen nicht notwendigerweise mit den bisherigen Staatsgrenzen übereinstimmen müssen. Die Beziehungen Österreichs zu Osteuropa dürfen keineswegs als eine Alternative zur europäischen Integration gesehen werden, sie sind vielmehr nur auf der Grundlage einer vollen Teilnahme Österreichs am europäischen Integrationsprozeß im Rahmen der Europäischen Gemeinschaft denkbar.;


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