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Kurzfassung:

Der Arbeitsmarkt in der Zeit der großen Koalition

Felix Butschek
Jahrbuch 1989
Themen: 07. Arbeit und Soziales | 09. Wirtschaft

In den achtziger Jahren ging das „österreichische Arbeitsmarktwunder“ zu Ende. 1982 begann die Arbeitslosigkeit kräftig zu steigen und erreichte 1987 schließlich eine Rate von 5,6 Prozent. Trotz der Beschleunigung des Konjunkturaufschwunges und kräftiger Beschäftigungsexpansion zu Ende des Jahrzehnts sank die Arbeitslosigkeit kaum, es kam zu ihrer „Abkoppelung“ vom Wirtschaftswachstum, zu dem Phänomen, daß Arbeitslosigkeit gleichzeitig mit Arbeitskräftemangel auftrat. Dafür scheint nicht nur der hohe und einige Jahre auch aus institutionellen Gründen steigende Anteil der Saisonarbeitslosigkeit verantwortlich zu sein, sondern auch der Umstand, daß das relativ dichte soziale Netz wie der familiäre Rückhalt den Arbeitslosen einen längeren Suchprozeß in der Wahl ihres Arbeitsplatzes erlaubt. Dem stehen auf Seiten der Arbeitgeber zu hohe Qualifikationsanforderungen gegenüber, die nicht auf dem Arbeitsmarkt, sondern nur durch Ausbildung im Betrieb befriedigt werden können.;


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