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Kurzfassung:

Das politische Vermächtnis von Bundeskanzler Dr. Alfons Gorbach

Hermann Schützenhöfer
Jahrbuch 2012
Thema: 22. Zeitgeschichte

Alfons Gorbach (1898–1972) war von 1961 bis 1964 Bundeskanzler. Der Steirer, der bereits in der Ersten Republik in der Grazer Kommunalpolitik und der steirischen Landespolitik aktiv und ein überzeugter Christ und österreichischer Patriot war, wurde am 1. April 1938 mit dem ersten Österreicher-Transport von den Nazis ins KZ Dachau verschleppt und musste bis 1945 schwerste Qualen und Demütigungen erdulden. Sofort nach der Befreiung aus dem KZ stellte er sich der Politik wieder zur Verfügung und bemühte sich erfolgreich um die Aussöhnung der feindlichen Lager von einst. Von 1945 bis 1970 gehörte er dem Nationalrat an, war auch dessen 3. Präsident, und wirkte von 1946 bis 1965 als Landesparteiobmann der traditionell reformfreudigen Steirischen Volkspartei. Das Bekenntnis zur Zusammenarbeit und zum Augenmaß für das Zumutbare sind ein bleibendes Vermächtnis dieses Staatsmannes der Versöhnung.;


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