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Kurzfassung:

Österreich braucht (k)eine Energiewende

Stefan Schleicher
Jahrbuch 2012
Thema: 23. Energiepolitik

Bevor der Titel zu viel Kopfschütteln auslöst: Österreich braucht keine Energiewende wie sie Deutschland proklamiert, weil diese Etikettierung aus vielen Gründen für Österreich ungenügend ist. Österreich sollte sich jedoch bewusster auf den Weg zu einer fundamentalen Transformation des gesamten Energiesystems machen, für den die Bezeichnung Energiewende ebenfalls unzureichend sein kann. Jede Transformation des Energiesystems hat sich in der Priorität drei Umsetzungsschritten auszusetzen: erstens der Vermeidung von redundanten Energiedienstleistungen, zweitens der Suche nach effizienten Anwendungs- und Transformationstechnologien und drittens der Abdeckung des daraus resultierenden Energiebedarfs durch einen sorgfältig überlegten Energiemix. Die deutsche Energiewende hat in ihrer ersten Phase mit dem dritten Schritt – nämlich der Veränderung des Energiemixes aufgrund des Atomausstiegs und der Forcierung von erneuerbaren Energien – begonnen, ohne sich ausreichend in einem Gesamtkonzept mit den dafür vorher zu konzipierenden Schritten – den Energiedienstleistungen und der Energieeffizienz – auseinanderzusetzen. Diese Erfahrungen in der bisherigen Umsetzung der Energiewende Deutschlands könnte Österreich nützen, um ein von den Energiedienstleistungen über die Energieeffizienz bis zu einer dafür adäquaten Strategie für erneuerbare Energie integriertes Gesamtkonzept für die Innovation des Energiesystems zu entwickeln.;


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