Archiv

 

Kurzfassung:

Der Auslandsanteil in der österreichischen Wirtschaft

Brigitte Ederer | Wilhelmine Goldmann
Jahrbuch 1984
Thema: 09. Wirtschaft

Schon in der Donaumonarchie spielte ausländisches Kapital in der österreichischen Wirtschaft eine wichtige Rolle. In der Ersten Republik kam es zu verstärkten Kapitaleinflüssen und Beteiligungsübernahmen durch ausländische Unternehmen. Neben politischen Motiven waren Marktbeherrschung und Erschließung des österreichischen und des südeuropäischen Marktes bestimmend. Nach dem Anschluß Österreichs an das Deutsche Reich 1938 und während des Krieges kam es zu weiteren Übernahmen und Unternehmensneugründungen durch deutsche Kapitaleigner, sodaß sich 1945 etwa zwei Drittel der österreichischen Wirtschaft in deutschem Eigentum befanden. Ein Großteil des „deutschen Eigentums" wurde 1946 verstaatlicht, mit Ausnahme der in der russischen Besatzungszone befindlichen Unternehmen. Nach Abschluß des Staatsvertrages 1955 strömte massiv ausländisches Kapital nach Österreich und erreichte Anfang der sechziger Jahre Höchstwerte. Motive: Erschließung des österreichischen-, des EFTA- und des Osteuropa-Marktes und im westeuropäischen Vergleich niedrige Löhne. In den siebziger und achtziger Jahren veränderte sich das Bild ausländischer Direktinvestitionen in Österreich: Beteiligungen im Handel- und Dienstleistungsbereich traten an die Stelle von Investitionen im Industriebereich.;


Beitrag downloaden





© Politische Akademie der ÖVP